Jahresbericht 2018

Spital Muri schliesst mit
einem negativen Jahresergebnis ab

Das Spital Muri schloss das anspruchsvolle Jahr 2018 trotz schwierigen Rahmenbedingungen besser ab als budgetiert. Die Fallzahlen konnten im stationären und ambulanten Bereich gesteigert werden.

Lagebericht

Leistungen

Im Jahr 2018 wurden 7756 stationäre Patientinnen und Patienten behandelt. Dies entspricht einer Zunahme von 50 Patientinnen und Patienten oder 0.6 % gegenüber dem Vorjahr. Das totale Kostengewicht sank im gleichen Zeitraum um 0.61 % (Basis Fallgewichtsversion 7.0).
Im ambulanten Bereich konnte trotz Wegfall des Ärztezentrums Sins (Schliessung per Ende Juli 2017) gegenüber dem Vorjahr wiederum eine Umsatzsteigerung von TCHF 1153 (+4.75 %) erzielt werden.

Erfolgsrechnung

Das Spital Muri erzielte im Jahr 2018 ein negatives Unternehmensergebnis von CHF -0.65 Mio. Der Gesamtertrag belief sich auf CHF 99.8 Mio. (Vorjahr CHF 100.4 Mio.)
Die Baserate im stationären Bereich war mit den Krankenversicherern definitiv vereinbart und vom Kanton bewilligt.
Im Bereich der ambulanten Tarife konnte mit allen Versicherern ein Vertrag abgeschlossen werden. Der durchschnittliche Personalbestand wurde gegenüber dem Vorjahr um rund 18 Stellen auf neu 506 Vollzeitäquivalente erhöht (exkl. 74 Mitarbeitende in Ausbildung). Die Personalkosten betrugen total CHF 63.3 Mio.
Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) betrug CHF 7.2 Mio., was einer Marge von 7.24 % (Vorjahr 7.61 %) entspricht.

2018
CHF
2017
CHF
stationärer Patientenertrag68 999 34570 163 428
ambulanter Patientenertrag24 261 75623 109 061
Anderer betrieblicher Ertrag6 561 7297 135 249
Betriebsertrag99 789 831100 407 737
Materialaufwand / Medizinischer Bedarf-17 401 889-17 983 794
Personalaufwand-63 292 186-63 146 931
Anderer betrieblicher Aufwand-11 870 086-11 634 868
Betriebsergebnis vor Zinsen und Abschreibungen (EBITDA)7 225 6707 642 144
Abschreibungen auf Sachanlagen-6 706 461-6 130 615
Abschreibungen immateriellen Anlagen-826 150-684 418
Betriebsergebnis vor Zinsen (EBIT)-306 941827 112
Finanzertrag1 4052 401
Finanzaufwand-352 024-321 180
Finanzergebnis-350 618-318 779
Ordentliches Ergebnis-657 560508 333
Betriebsfremde Liegenschaften: Ertrag33 20533 205
Betriebsfremde Liegenschaften: Aufwand-4 400-4 424
Betriebsfremde Liegenschaften: Abschreibungen-25 574-25 574
Betriebsfremdes Ergebnis3 2313 208
Jahresergebnis-654 329511 541

Generell gilt: Da keine Kommastellen ausgewiesen werden,
sind minimale Rundungsdifferenzen möglich.

Bilanz per 31. Dezember 2018

Das Umlaufvermögen erhöhte sich im Jahr 2018 um CHF 0.6 Mio., das Anlagevermögen erhöhte sich um CHF 1.1 Mio. Im gleichen Zeitraum nahm das Fremdkapital um CHF 2.4 Mio. zu. Die Ursache für diese Verschiebungen waren insbesondere die laufenden Bauprojekte. Um das Bau-Investitionsvolumen (Projekt Spitalerweiterung) zu finanzieren, musste der Vorschuss im Jahresverlauf von CHF 12 Mio. in Summe um CHF 4 Mio. erhöht werden. Der Saldo dieses Vorschusses betrug per Jahresende CHF 16.0 Mio.
Die Eigenkapitalquote betrug per 31. Dezember 2018 57.3 % (Vorjahr 58.8 %).

2018
CHF
2017
CHF
Aktiven
Umlaufvermögen19 472 60418 893 012
Anlagevermögen94 867 14893 737 140
Total Aktiven114 339 752112 630 152
Passiven
Kurzfristiges Fremdkapital6 810 0208 446 091
Langfristiges Fremdkapital42 000 00038 000 000
Eigenkapital65 529 73366 184 061
Total Passiven114 339 752112 630 152

Generell gilt: Da keine Kommastellen ausgewiesen werden,
sind minimale Rundungsdifferenzen möglich.

Stationäre Austritte

20182017
Patienten71457105
Säuglinge611601
Total77567706
Durchschnitt Aufenthaltsdauer4.34.3

Behandelte Patienten

20182017
stationär (inkl. Säuglinge)77567706
ambulant43 52739 813
Total51 28347 519

Rechnungsergebnis

2018
CHF
2017
CHF
Aufwand100 478 77099 931 803
Ertrag99 824 441100 443 344
Ergebnis-654 329511 541

Entwicklung ambulanter Ertrag

2018
CHF
2017
CHF
Ambulanter Ertrag24 261 75623 109 061

Kommentar zur Jahresrechnung

Rechnungslegung

Im Geschäftsjahr 2014 hat das Spital Muri die Jahresrechnung zum ersten Mal gemäss den Fachempfehlungen Swiss GAAP FER erstellt. Swiss GAAP FER ist eine umfassende Rechnungslegungsgrundlage, die auf den Grundsätzen von Transparenz und «true and fair view» aufbaut. Die Vergleichbarkeit der Jahresrechnungen wird damit deutlich verbessert. Die angewandten Bewertungsgrundsätze sind im Anhang aufgeführt. Mit der neuen Rechnungslegungsnorm wird die finanzielle Berichterstattung aussagekräftiger. Gleichzeitig wurde die vorliegende Jahresrechnung in Übereinstimmung mit den Bestimmungen über die kaufmännische Buchführung des Schweizerischen Obligationenrechts erstellt.

Durchführung einer Risikobeurteilung

Das Spital Muri verfügt über ein Risikomanagement. Die systematisch erfassten, analysierten und priorisierten Risiken sowie die daraus resultierenden Massnahmen/Kontrollen werden vom Stiftungsrat jährlich neu beurteilt.

Umfeld

Im Gegensatz zum Vorjahr waren im Jahr 2018 wenige personelle Änderungen zu verzeichnen. Als Vertreter der Ärzteschaft hat Dr. med. Gerfried Teufelberger per 1.7.2018 Dr. med. Vladimir Kaplan in der Spitalleitung abgelöst. Im Stiftungsrat sind die drei langjährigen Mitglieder Theres Lepori, Peter Huwyler und Willy Villiger per 30.6.2018 zurückgetreten. Als Ersatz konnten Iren Bischofberger, Kerstin Moeller und Harry Lütolf gewählt werden.
Im Rahmen des Bauprojekts konnten im Laufe des Jahres 2018 folgende Räumlichkeiten in Betrieb genommen werden: Medizinische Diagnostik, Empfang/Patientenaufnahme, 2. MRI sowie Operationssaal 1.
Die externe Unterstützung in der Leitung des Interdisziplinären Zentrums konnte im Juli/August 2018 beendet werden. Am Wochenende vom 1./2. September 2018 ist die Bevölkerung zahlreich unserer Einladung zu einem «Tag der offenen Tür» anlässlich unseres 110-jährigen Bestehens gefolgt. Die hausärztliche Notfallpraxis bietet seit November 2018 auch während des Tages die Behandlung von akuten, jedoch weniger schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen an. Die Eingriffe in den Tarif Tarmed sowie die Vorgaben «ambulant vor stationär» (13-er Liste des Kantons respektive 6-er Liste des Bundesamtes für Gesundheit) führten bei gleicher Leistung zu einer Reduktion des Ertrages.